PFISTERERs CONNEX-System: Umfassende Qualifizierungserfahrung und kontinuierliche Weiterentwicklung für SF₆-freie GIS
Paris, 24. August. Die überarbeitete F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573 legt verbindliche Fristen für den schrittweisen Ausstieg aus Schwefelhexafluorid (SF₆) in elektrischen Schaltanlagen fest – beginnend mit Mittelspannungsanlagen im Jahr 2026 und mit Hochspannungssystemen über 145 kV bis 2032. PFISTERER hat konkrete Schritte unternommen, um den Markt auf diese Entwicklung vorzubereiten: Das CONNEX-Anschlusssystem wurde kontinuierlich weiterentwickelt und für eine wachsende Zahl von Anwendungen zum Anschluss gasisolierter Schaltanlagen (GIS) und Transformatoren mit Isoliergastechnologien jenseits von SF₆ qualifiziert. PFISTERER verfügt auf diesem Gebiet über umfassende Erfahrung und hat bereits zahlreiche Qualifizierungen erfolgreich abgeschlossen. Dieser Prozess ist noch nicht beendet: Das Unternehmen bearbeitet kontinuierlich neue Anwendungen und sich wandelnde technische Anforderungen.
SF₆ gilt seit Langem als Referenzstandard für die Isolierung in GIS-Anlagen und wird wegen seiner außergewöhnlich hohen Durchschlagsfestigkeit und Zuverlässigkeit geschätzt. Mit einem Treibhauspotenzial, das 23.500-mal höher ist als das von CO₂, und einer atmosphärischen Verweildauer von rund 3.200 Jahren ist SF₆ jedoch zugleich eines der Treibhausgase mit der stärksten Klimawirkung im industriellen Einsatz. Sein Ersatz ist daher eine der konkretesten und messbarsten Maßnahmen, die der Energiesektor zur Erreichung seiner Klimaziele für 2030 ergreifen kann.
Die Umstellung ist jedoch technisch anspruchsvoll. Alternative Isoliergase – darunter Gase natürlichen Ursprungs wie Stickstoff, CO₂ und synthetische Luft sowie fluorierte Gemische auf Basis von C4F7N (Fluornitril) oder C5F10O (Fluorketon) – weisen eine geringere Durchschlagsfestigkeit als SF₆ auf. Dadurch sind höhere Betriebsdrücke und in einigen Fällen größere Abmessungen der Betriebsmittel erforderlich. Höhere Drücke stellen erhöhte Anforderungen an die Auslegung der Kapselung, die Dichtsysteme, die Drucküberwachung und die Materialverträglichkeit.
Diese technischen Herausforderungen spiegeln sich auch in den laufenden Standardisierungsarbeiten wider, an denen PFISTERER aktiv beteiligt ist und zu deren führenden Akteuren das Unternehmen zählt.
Der Prozess zur Überarbeitung der IEC 62271-209, der internationalen Norm für Hochspannungskabelanschlüsse an gasisolierte Schaltanlagen, läuft gegenwärtig. PFISTERER-Experten sind dabei mit ihren Erkenntnissen, und Expertise involviert. Gleichzeitig wirkt PFISTERER an der richtungsweisenden CIGRE-Arbeitsgruppe B1-88 mit, die eine Technische Broschüre zu Kabelgarnituren für Gase ohne SF₆ erarbeitet. Die Arbeiten sollen bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein und der Branche Orientierung geben, wie die Herausforderungen des Übergangs zu SF₆-freien, umweltfreundlichen Alternativen bewältigt werden können.
Als anerkannter Experte auf diesem Gebiet verfügt PFISTERER über jahrzehntelange Erfahrung in der Hochspannungstechnik. Das Unternehmen hat das CONNEX-System für zahlreiche Anwendungen qualifiziert, um die technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen der neuen Generation SF₆-freier GIS zu erfüllen. Damit steht Herstellern und Netzbetreibern eine bewährte und sichere Anschlusssystemlösung zur Verfügung, die bereits für das Stromnetz der Zukunft ausgelegt ist. Die Qualifizierung ist dabei eine kontinuierliche Verpflichtung. Sobald neue Anwendungen, Spannungsklassen und Kombinationen von Gasdrücken hinzukommen, entwickelt PFISTERER seine Qualifizierungsarbeit systematisch weiter und baut sie aus. So stellt das Unternehmen sicher, dass das CONNEX-System mit den sich wandelnden Anforderungen des Marktes Schritt hält.
„Verantwortung ist in jeder Verbindung verankert, die wir bei PFISTERER herstellen, und sie bestimmt unser gesamtes Handeln. Als Partner für erfolgskritische Infrastruktur tragen wir Verantwortung gegenüber unseren Kunden, unseren Mitarbeitenden, der Gesellschaft und künftigen Generationen. Wir engagieren uns bei all unseren Produkten für Nachhaltigkeit und Innovation“, sagt Dr. Konstantin Kurfiss, Mitglied des Vorstands der PFISTERER SE.
Das CONNEX-System von PFISTERER wird für steckbare Verbindungen zwischen Hochspannungskabeln, Transformatoren und gasisolierten Schaltanlagen (GIS) in Umspannwerken der Übertragungs- und Verteilnetze eingesetzt.
PFISTERER präsentiert seinen Ansatz am Stand Level 3 | C71 auf der CIGRE 2026.